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Hunnen

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Hunnen Artikel

Hunnen Beschreibung
Hunnen Beschreibung
Die Fahnen der Hunnen

Der Begriff Hunnen ist eine Nennung für eine Gruppe innerhalb der zentralasiatischen Völkerschaften mit nomadischer, später halbnomadischer Lebensweise. Sie waren ursprünglich in dem Gebiet zwischen Issyk-Kul und Ulan-Bator beheimatet und sollten für die weitere asiatische und europäische Geschichte eine bedeutende Rolle spielen.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Attila. König der Hunnen Ein hervorragendes Buch Ein wirklich gelungenes Werk. Hierbei lernt man viel über die damalige Zeit, das römische Imperium und über die damaligen Probleme und Lebensweisen. Es wird äußerst gut dargestellt, wie verschieden das Leben der Hunnen und das der Römer bzw. des römischen Imperiums war. Dass sich daraus Konflikte ergeben, ist verständlich....

Namensherkunft und -verwendung

Das Wort "Hunne" (in der Sprache der Hsiung-nu lautete es Hun) ist ein alttürkisches Wort mit der Bedeutung von "Mensch" oder "Volk". Es ist verwandt mit dem tungusischen Chun, das "Kraft" oder "Mut" bedeutete. Chün wurde auch zur chinesischen Nennung eines Fürsten.

Benutzt wurde der Begriff "Hunnen" vor allem von den Nichtchinesen, die Chinesen genannten sie stattdessen als "Hsiung-nu" (deutsch: "Schreckliche Sklaven"). Ein nach Samarkand gerichtetes Schreiben eines sogdischen Händlers aus dem China des frühen 4. Jahrhunderts mag das verdeutlichen:

Herr, der letzte Kaiser floh, wie sie sagen aus Saragh (Luoyang) vor der Hungersnot. Seine befestigte Residenz und die feste Stadt wurden dem Feuer übergeben. ... Zusätzlich wurde der Kaiser zu dem Gefangenen gemacht und in die Gefangenschaft der Hunnen geführt. Und sie (waren)... in Chumdan (Ch'ang-an) und plünderten das Land - diese Hunnen, die gestern noch das Eigentum des Kaisers waren!

Heute benutzt man für das Reich Mao-duns (reg. 210-174 v. Chr.) und seiner unmittelbaren Nachfolger bevorzugt den chinesischen Begriff Hsiung-nu. Man illustriert damit, daß Hsiung-nu und Hunnen nicht identisch sein müssen, obwohl eine Anzahl von Indizien dafür spricht. Denn letztendlich handelte es sich um eine Nomadengruppe, die sich je nach politischen Umständen in rudimentären Staatswesen organisierte, trennte und neu organisierte, so daß einige Fragen zu ihrer Zusammensetzung stets offen bleiben werden (siehe auch: Ethnogenese).

Zu den Mitte des 4. Jahrhunderts an der Grenze Europas auftauchenden Gruppen, speziell dem Reich Attilas (reg. 434-453), sagt man schon stets Hunnen. In diesem Artikel werden diese in unserem Kulturkreis seit alters her "Hunnen" genannten Stämme und die damit verbundene Völkerwanderung behandelt, die anderen Zusammenhänge sind unter "Hsiung-nu" zu finden.

Buch-Tipp: Attila. König der Hunnen. Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Attila. König der Hunnen. ". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Die asiatischen Hunnen

Die Herkunft der heute in dem allgemeinen als Hunnen genannten Stämme (Schwarze Hunnen oder europäische Hunnen, Hephthaliten usw.) vollzog sich in dem Kontext des aufgesplitterten und untergehenden Hsiung-nu-Reiches.

Hunnen Beschreibung
Hunnen Beschreibung
Einflußbereich der Hsiung-nu 209 v. Chr. – 216 n. Chr.

Das Hsiung-nu-Reich hatte sich in dem Jahr 48 unter P'u-nu in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgespalten. Unter dem Süd-Hsiung-nu An-kuo verzeichnete man 93/94 noch einmal eine Einigung der Hsiung-nu. Allerdings währte diese nicht lange. Als Tan-shi-huai (ca. 156–181) die Sien-pi zu ihrem Macht-Höhepunkt führte, gaben die Nord-Hsiung-nu laut chinesischen Chroniken 158 Ost-Turkestan und den Altai auf und ließen sich nördlich von Kang-chu (d.h. nordöstlich des Aralsees) nieder.

Diese Altai-Hunnen werden heute allgemein als Schwarze Hunnen genannt, da auch die heutigen Türken diese als "Kara Hun" nennen. Als Alternativname könnte man für diese Hunnengruppe "europäische Hunnen" sagen, da auch die heutigen Türken diese mitunter als Avrupa Hunları nennen. Aber der Begriff "Schwarze Hunnen" ist in Europa verbreiteter.

Dieses Volk setzte sich hauptsächlich aus Turko-Mongolen zusammen, wobei der mongolide Einfluß in dem Verlauf der Westwanderung sicherlich abnehmend und der indogermanische Einfluß zunehmend war. Sie gelten als unmittelbare Verwandte der Onoguren und Westtürken. Eine spätere Eigenbezeichnung für diese Volksstämme lautet: Khara Bulkhar/Qara Bolqar – Schwarze Bulgaren.


Tabelle mit den Stämmen der asiatischen Hunnen des Jahres 300
Stammesname Stammesname Stammesname Stammesname Stammesname
Dolange Bugu Bayegu Tunlo Hun
Sygye Husye Higye Adye Baysi


Die oben angeführte Tabelle zeigt die bekannten Namen der hunnischen Stämme. Aus ihnen gingen später folgende Einzelvölker hervor:

  • Hun <=> Hunnen
  • Uange, Bugu, Bayegu, Tunlo, Sygye, Tunlo, Husye, Highye, Adye, Baysi <=> Uyghuren
  • Seyanto, Kibi, Dubo, Dolange, Bayegu <=> Scha-t'o
  • Guligan <=> Jakuten
  • Dolange, Husye, Higye, Adye oder Eduz, Baysi ⇔ Telegiten

Der eigentliche "Hunnensturm" begann in dem 4. Jahrhundert: In dem Jahr 350 begannen Angriffe einer als Chioniten genannten hunnischen Gruppe gegen das Reich der Sassaniden unter Schapur II. (Baktrien).

Die Chioniten eroberten bis 360 Baktrien, dazu Teile des Iran und drängten die Kidariten (eher als Reste der Yüe-tschi unter Kidara anzusehen) nach Afghanistan und Nordindien. Ihnen folgten die Hephthaliten (byzant.: "Weiße Hunnen"), die 425 den Syr-daja überschritten und bis 450 de facto die Herrschaft über die Chioniten übernahmen. Zu einem chronologisch unklaren Zeitpunkt (451 oder 484) endete auch die Zeit der Kidariten. Die Weißen Hunnen hatten wesentlichen Anteil am Niedergang des indischen Großreichs der Gupta und führten auch mehrere Auseinandersetzungen mit Persien (484 Tod des Sassaniden Péroz I., 498/99 Einmischung in die sassanidischen Thronstreitigkeiten).

Die "Weiße Hunnen" genannten Völker werden von den chinesischen Chroniken zu den Ta-Yüe-tschi gestellt. Laut dem Chronisten Prokop unterschieden sie sich zwar in Lebensweise, Aussehen und Sitten von den europäischen Hunnen, trotzdem sah man in ihnen "Hunnen". Das ist auch die noch heute gängige Betrachtung. In dem späteren Turkestan – damals noch "Turan" genannt – sind einige ihrer Inschriften überliefert worden. Meist waren es Nennungen der Macht: Dabei wurden die Vorläufer der späteren türkischen Runen benutzt und die meisten Wörter lauteten Turan Hun beziehungsweise Yabgu Turan Hun (Prinz der Turan-Hunnen). Aus diesen Turan-Hunnen sollten die späteren Hephthaliten hervorgehen.

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Die europäischen Hunnen (Schwarze Hunnen)

Hunnen Beschreibung
Hunnen Beschreibung
Der Einfall der Hunnen in Europa
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Der Beginn der Völkerwanderung

Zur Zeitenwende beherrschten indogermanische Stämme aus der Gruppe der mit den Skythen verwandten Sarmaten die Steppen Osteuropas (Iazygen, Roxolanen, Alanen), in dem 2. Jahrhundert kamen die Goten dazu.

Das änderte sich, als ein Teil der Schwarzen Hunnen in dem 4. Jahrhundert die große Völkerwanderung auslöste. Als Grund wird eine Klimaveränderung vermutet, so daß die Nahrung für die Herden, die Lebensgrundlage der Nomaden knapp wurde. Unter ihrem Führer Balamir (Balamber) überschritten die Hunnen die Wolga. Dort zerschlugen sie gegen 374 das Reich der Alanen in dem Gebiet der Wolga und des Kaukasus und schlossen ein Bündnis mit ihnen. Auf der Taurus-Halbinsel (Krim) zerstörten sie 375 das Reich der Ostgoten Ermanarichs, die bald darauf ebenfalls ihre Verbündeten wurden.

In der Folgezeit erreichten sie die Grenzen des oströmischen Reiches, so dass die Westgoten ungefähr 394 aus dem Schwarzmeergebiet flohen. Die oströmische Bevölkerung gab den Schwarzen Hunnen nun einen Namen, mit dem später alle asiatischen Reitervölker genannt wurden: Tartaros = Tartaren. (Dieses Wort können wir mit: "die Teuflischen" übersetzen, da es vom griechischen ταÏ?ταÏ?ος = "Hölle" oder "Unterwelt" abstammt.) Mit den Schwarzen Hunnen kam auch eine asiatische Krankheit nach Europa: Die Pocken.

Die Schwarzen Hunnen haben einen geradezu dämonischen Eindruck auf ihre Feinde gemacht: Bei ihnen war es Sitte, den männlichen Kleinkindern die Gesichter zu zerschneiden, um den späteren Bartwuchs zu verhindern. Auch schmierten sich die Krieger Schwarzerde in die Kampfwunden, damit sich dort dickhäutige Narben bildeten. Auch praktizierten sie die Sitte der Kopfdeformation, weshalb viele Hunnen hohe Turmschädel aufwiesen. Der Oberkopf wurde als äußeres Zeichen ihrer Unterwerfung kahlgeschoren, da ca. der als "Khagan" genannte Hordenführer das Recht besaß, langes Haupthaar zu tragen.

Bezüglich der Kampftechnik zu Pferde waren die Schwarzen Hunnen den Europäern weit überlegen: Wie alle zentralasiatischen Reiterhirten waren auch sie außerordentliche Reiter und Bogenschützen. Die besten Bogenschützen trugen bunte Bänder in ihren langen Zöpfen. Mit den Hunnen kam eine revolutionäre Erfindung nach Europa: stabile Sättel mit eingearbeiteten Steigbügeln. Die Römer kannten zwar auch leichte Sättel, aber keine Steigbügel. Und durch die Steigbügel war die hunnische Reiterei in der Lage beidhändig vom Pferde aus zu kämpfen, da sie dieses nun mit den Füßen lenken konnten. Zwar kannten auch die Europäer den eingeschränkten Kampf zu Pferde, doch sie bevorzugten den Kampf Mann gegen Mann.

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Hunnische Führungsprobleme

Allerdings hatten die Hunnen zunächst keine umfassend anerkannte Führungsspitze. So stellten sie keine besondere Gefahr dar und konnten sogar gruppenweise an diversen Orten in römischen Sold genommen werden.

Da gab es z.B. die Anführer Basich und Kursisch, die 395 über den Kaukasus kamen und römisches Gebiet in dem Raum Antiochia plünderten, bis sie von den Persern geschlagen wurden. Der Grund für den Raubzug war eine Hungersnot auf ihrem Gebiet - sie trieben unzählige Rinder ab. Später suchten sie in Rom um ein Bündnis nach. In dem gleichen Zeitraum spielte sich Uldin als Anführer der Hunnen gegenüber den Römern in den Vordergrund, bis er aufgrund von Mißerfolgen um 408/09 von der Bühne verschwand. Der nächste Anführer scheint Karaton gewesen zu sein. Er ist für 412/13 belegt und scheint Uldins Mitregent gewesen zu sein, aber seine Regierungszeit ist unbelegt.

Greifbarer werden die nächsten Anführer, die Brüder Mundschuk, Oktar und Ruga . Doch Oktar führte das Reich so schlecht, dass ihn ein Kuriltai bereits 430 ab- und durch seinen jüngeren Bruder Ruga (Rugila) ersetzte. Nach einem Kirchenbericht soll Oktar (Uptar) an Völlerei gestorben sein. Wie auch immer, Ruga war der erste Herrscher, welcher eine einheitliche Führung der Hunnen gewährleisten konnte, was sich in einer energischeren Aussenpolitik niederschlug. Die Römer einigten sich mit ihm auf einen Waffenstillstand und mussten mäßige Tributzahlungen leisten. Dafür versprach der Hunne, Rom in dem Bedarfsfalle Truppen zu stellen, was z.B. in dem Falle der Burgunder auch geschah (Nibelungensage).

Buch-Tipp: Die Hunnen gut gelungen Das ist ein tolles Büchlein. Für den Interessierten gibt es eine Fülle Information auf kleinem Raum. Weder ist das Buch oberflächlich (was man vielleicht wegen der Kürze vermuten könnte), noch versteigt es sich in allzu wissenschaftlichen Details. Besonders positiv: dem Autor gelingt es, trotz kleiner Quellen, zu klaren Aussagen...

Der Großkönig Attila

Nach dem plötzlichen Tode Rugas (angeblich Frühjahr 434) wurde das Reich zwischen seinen Neffen bzw. Mundschuks Söhnen Bleda und Attila geteilt. Bleda erbte den Osten, Attila den Westen des Reiches. Zwar wurde der Führer der Akh Bulkhar/Aq Bolqar, Bleda, als der ältere der Brüder von den Stämmen formal als Khagan anerkannt, aber die wahre Macht übte der Absichtstrebige Attila aus, der zu dem Führer der Khara Bulkhar/Qara Bolqar ernannt wurde. Über Bleda wird gesagt, daß er übermütig und in die Späße eines Zwerges vernarrt war, während Attila den Zwerg und Bledas Verhalten mißbilligte. Die beiden sollen gemeinsam regiert haben, aber Attilas Name wird bei allen politischen und kriegerischen Aktionen trotzdem allein erwähnt.

Zu einem nicht ganz geklärten Zeitpunkt Ende 444/Anfang 445 wurde Bleda von Attila ermordet. Da auch ein Münzfund bei Szikancs (Ost-Ungarn, 1439 byzantinische Goldmünzen, die letzte von 443) aus der Zeit stammt, scheint sein Anhang ebenfalls ausgeschaltet worden zu sein. Vielleicht wollte Bleda also in dem Frühjahr 445 seinerseits den Bruder von der Macht verdrängen. Er war sich wichtiger Stimmen der kommenden Fürstenversammlung sicher, da ließ ihn Attila kurz vor der Ankunft der Stammes- und Klanfürsten durch Attentäter ermorden.

Unter dem Alleinherrscher Attila erreichte die Macht der Schwarzen Hunnen ihren Höhepunkt: In dem Auftrage des weströmischen Feldherren Aetius, seines Zeichens römischer Statthalter in der Provinz "Ober-Germanien", zerschlug Attila 436 das Reich der Burgunder, das sich seit 400 am mittleren Rhein befand. Dadurch wurde der Hunnen-König Attila ein wichtiger Bestandteil der deutschen Heldensage: Er ist der König Etzel des Nibelungen-Liedes.

Mitte des 5. Jahrhunderts begannen die schwarzen Hunnen langsam sesshaft zu werden: Das Hauptsiedlungsgebiet des Volkes lag zwischenzeitlich in der Theißebene, wo Attila seit 444 seinen Heersitz hatte; die schwarzen Hunnen Europas verloren den Kontakt zu den anderen hunnischen Steppenvölkern.

In den Jahren zwischen 441 und 447 verwüstete Attila den gesamten Balkanraum und legte die Städte Belgrad und Sofia in Schutt und Asche. Er zwang den damaligen oströmischen Kaiser Konstantin zu riesigen Tributzahlungen: Angeblich sollte der Herrscher Konstantinopels dem Hunnenherrscher jährlich eine Tonne Gold gezahlt haben, damit dieser seinen Herrschaftsbereich verschonte. Trotzdem war der Sieg am Vid (Utus), einem Nebenfluß der Donau in Dakien schwer erkauft. Die Römer unter dem General Arnegisclus kämpften (im Gegensatz zu 441/42) tapfer und es sollte der letzte große hunnische Sieg sein.

Hunnen Beschreibung
Hunnen Beschreibung
Das Reich Attilas (434-453)

Attila zog schließlich quer durch Gallien und traf 451 auf seinen einstigen Verbündeten Aetius, den Statthalter Westroms: Dieser war zwischenzeitlich mit den Stammeskönigen der Franken, Burgunder und Westgoten verbündet und schlug Attila und dessen ostgotische, gepidische u.a. Vasallen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zurück. Die Schlacht endete ohne Sieger, beide Seiten hatten schwere Verluste, aber die Moral der Schwarzen Hunnen war erschüttert.

Attila belagerte in dem Anschluss zwar noch die Stadt Orleans, zog sich dann aber in die Ungarische Tiefebene zurück, sammelte dort neue Kräfte und bedrohte Rom. Er wurde ca. durch die persönliche Verhandlungen des Papstes Leo I. davon abgehalten, die heilige Stadt zu plündern. Aber in dem Grunde stellte er zu diesem Zeitpunkt keine ernsthafte Gefahr mehr für Europa dar. (Wobei das wieder eine Frage der Sichtweise ist, denn zumindest hat sich Attila für das Risiko eines Raubzuges in Gallien, weit entfernt von seinem natürlichen Stammland gut gehalten.) Auch Ostrom lehnte weitere Tributzahlungen ab und machte sich zur Auseinandersetzung bereit.

Buch-Tipp: Die Landschaft ändert sich mit jedem Schritt. CD. Phantasiereisen zu neuen Lebensperspektiven Super fundiert Mit diesen Phantasiereisen ist es möglich, auf eine sanfte und sehr vertrauensvolle Art und Weise in tiefer Schichten seines Selbst vorzudringen. 2 verschiedene Aspekte berühren diese Reisen. Sie sind stets wieder gut anhörbar und jedensmal gelangt man zu neuen Bildern und Erlebnissen. Ich kenne kaum eine CD aus diesem Bereich...

Verfall und Untergang

Im Jahre 453 heiratete Attila die schöne burgundische Königstochter Hildico und verstarb bereits in der Hochzeitsnacht. Nun begann der rasche Verfall des Schwarz-Hunnen-Reiches. Durch innere Auseinandersetzungen (Abfall der Gepiden, Ostgoten und anderen) um 454/55 stark zerrissen, verloren sie in Europa endgültig ihre Schlagkraft. Ellac fiel 455 am Nedao, Dengizik 469 in dem Krieg gegen Ostrom.

Die Schwarzen Hunnen gingen nun in anderen Völkern auf. Ein Teil von ihnen (unter Ernak) wurde unter römischer Oberherrschaft in der späteren Dobrudscha angesiedelt. Diese Volksteile sollten einen der Grundstöcke für die späteren Gagausen bilden. Andere ließen sich an der heutigen serbisch-bulgarischen Grenze nieder und gingen in den slawischen Vorfahren der heutigen Mazedonier auf. Eine dritte Gruppe verblieb in dem heutigen Ungarn (der Name Ungarn/Hungary kommt von den Hunnen bzw. Onoguren), und zog in der Folgezeit auch nach Siebenbürgen weiter: Aus ihnen wurde in dem 9. Jahrhundert der magyarische Volksstamm der Szekler.

An den Läufen der unteren Wolga siedelten ebenfalls noch Reste der Hunno-Bulgaren. Auch jene sollten in anderen türkischen Völkern aufgehen: Als wichtigste Nachfolgestämme seien hier ca. die Wolgabulgaren, Petschenegen und Kumanen genannt.

Vereinzelte Volkssplitter der Onoguren wurden noch in den Jahren zwischen 539 und 540 von griechischen Geschichtsschreibern erwähnt, als diese bis nach Korinth und Byzanz vorstießen. Es waren bereits die Vorfahren jener Scharen, die als Khökh Bulkhar/Qöq Bolqar (blaue Bulgaren) in die Geschichte eintraten und die zwischen den Jahren 453 und 454 unter Führung İleks (Ellac, Oleg), dem ältesten Sohn Attilas, standen.

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Materielle Kultur der europäischen Hunnen

Als typisches Kennzeichen der Schwarzen Hunnen Europas gelten runde Metallspiegel, die die Hunnen allgemein von den Chinesen übernommen hatten und den Toten als Grabbeigabe mitgegeben wurden. Genauso wie eigentümliche große Kupferkessel (bis 50kg schwer), die ebenfalls aus China stammten und wahrscheinlich als Opfergefäße benutzt wurden. Charakteristische hunnische Ziermotive sind der Lebensbaum und Raubvögelköpfe, vor allem der Adler erfreute sich bei den Hunnen großer Beliebtheit, wie bei den iranischen Steppenvölkern (Sarmaten, Alanen), von denen auch die Goten und andere Germanenstämme das Adlermotiv übernommen hatten. Häufig wurden den hunnischen Kriegern Reitsattel, Lasso, Reitb2b4cecf0deeb76dfccb5d5c0538c Tausend und Zaumzeug ihrer Pferde, ab und zu sogar die Tiere selbst mit in das Grab gegeben.

Auch die Krieger der Schwarzen Hunnen kämpften meist beritten mit dem enorm durchschlagskräftigen Kompositreflexbogen, für den Nahkampf zu Pferde benutzten sie ein sehr langes zweischneidiges Schwert, das auch als sarmatisches Langschwert oder sassanidisches Langschwert genannt wird. Für den Kampf zu Fuß führten alle Hunnen ein einschneidiges, säbelartiges Kurzschwert mit. Die Hunnen waren selten schwer berüstet, neben der Leder- und Fellkleidung wurden Fellmützen oder Spangenhelme getragen.

Typisch für hunnische Frauen waren große Ohrringe, die Vornehmen unter ihnen trugen Stirnbänder aus Gold, verziert mit rotem Almandin und Perlmutteinlagen. Hunnische Gräber sind in der Regel Einzelgräber, häufig in der Nähe von Flüssen angelegt.

Buch-Tipp: Die Ruhe Mutter zu nah, Schwester zu fern Bartis' Held lebt Wand an Wand mit seiner Mutter in Budapest. Die Schwester ist bei einer Konzertreise in Amerika geblieben und schreibt nicht mehr. Der Vater taucht ca. in einem Albtraum auf. Der Sohn versucht, die Mutter über das Schweigen der Schwester zu täuschen, indem er in der Handschrift der Schwester Briefe...

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